Archiv der Kategorie: Gedichte

Der Gegensatz

Er kämpft wie ein Raubtier
Lässt gerne Blut fließen
Der Gegensatz
Schreckt vor keinem Leid zurück
Nimmt bestimmt alles Glück
Der Gegensatz
Lässt immer wieder streben
Zu neuem Ausgleich schweben
Der Gegensatz
Der Gegensatz ist das Leben
Das sich will erheben
Vom Kleinen und Schmalen
Zum Großen und Erhabenen
Im EINEN
Dort kann er sich leben
und sich der Wandlung hingeben.

Ein dunkler Regentag

2. Weihnachts-Feiertag
Ein dunkler Regentag

In den Regen lächeln
In die Dunkelheit lächeln
Ins Leben lächeln

Jeder Tropfen ist Glück
Im Dunkeln strahlt das Licht
Ins Meer der Glückseligkeit

Dort wo nichts ist
Und doch alles entsteht
Das Wasser der Verbundenheit

Ströme hernieder
Bedecke meine Glieder
Im Dunkel des Entstehens

Der Frühling erwacht
Aus dem toten Nichts
Zu herrlicher Pracht

Das Geschenk

Das Geschenk:
Der gesuchte Geist

Ich suchte ihn in der Stadt
Ich suchte ihn in Therapien
Ich suchte ihn in den Büchern
Ich suchte ihn bei den Vätern
Ich suchte ihn im Wohlstand
Ich suchte ihn in den Kulturen
Ich suchte ihn in den Sternen
Ich suchte ihn im Universum
Und sah ihn nicht vor meiner Haustüre
Den Geist in allem

Auch in diesem Geschenk!

Die goldene Mutter

Die goldene Mutter

Schwer fand ich dich
Noch schwerer war es,
dir stets zu vertrauen

Hinweggeglitten in Alltäglichkeiten
Gebadet im Sumpf des „man muss“
Zu sehr festgehalten am Alten

Jeden Stein einzeln abgetragen
Lange Zeiten mitgeschleppt
Abgelegt am Friedhof des alten Ich

Wie oft habe ich dich NEU gefunden
In der Wandlung Heiterkeit
Du gibst dem Leben ein neues Kleid

Die alten Kleider abgelegt
Können vielleicht noch andere tragen
Deren Steine all zu schwer

Auf dem Friedhof aufgebahrt
All die Schwere der Vergangenheit
Schaut nun ins Licht der Veränderung

Mit der goldenen Mutter vereint
Ward genommen, was bekommen
In der kosmischen Weite

Mit dir in die Weite gezogen
Kein Standort der fest blieb
ICH kann GEHEN

Das Ich und die Wellen

Wellen schlagen an Brückenpfeiler
Wellen nehmen einer Stadt den Grund

Zurück zum Ozean, der Formlosigkeit
Die Quelle allen möglichen Lebens

Wellen, die Zeugen der Illusion
Wellen geben Hinweis auf die Nichtigkeit

Gemahnt an den kosmischen Ring
Geachtet will er sein, der Ozean

Wellen durchbrechen Hochhäuser
Wellen töten das Leben, nehmen es zurück

Geachtet will es sein, das Andere
Brücken bauen, sonst bricht es sie entzwei

Wellen bringen den Wandel
Wellen der Bewegung des Ozeans

Höher als des Menschen Verstand
Der Wandel liegt in der Wellen Hand

Wellen sorgen das Leben nicht erstickt
Wellenlos im toten Meer einer erstarrten Form