Archiv der Kategorie: Gedichte

hops

Alle Religionen über-dacht
Da hat es hops gemacht

Keine Wahrheiten mehr besungen
Da kam Bewegung in die Lungen

Selber Schaffen ist der Menschen Kraft
Schaffen was den Menschen macht

Schau unterm Kleid die Fruchtbarkeit
auf dem goldenen Tablett der ‚Wirklichkeit‘

Was die Vollendung der Vernunft gebiert
Ist des Kobold’s Wissen das sie ziert

Die Geburt von Tod und Bösem ist die Sünde
Wohlan, wer nicht mehr sünden kann

Ist doch in die Abgründe der Seele gesprungen
Wer einst um sein ‚wahres‘ Leben gerungen

hops hat es gemacht
Und der freie Vogel hat sein Geschäft vollbracht.

Vom Tod

Schnee fällt in dicken Flocken
Leben vor Kälte erstarrt
Kein Weg in Sicht

Den Tag tot geboren
Unberührte Schneeschicht
Keinerlei Spuren

Ruhe unter der Last
Nichts das sich regt
Leise rieselt der Schnee

Den Tod bedeckt
Unter weißer Pracht
Das Neue wird geboren

Der kalte Tod in seiner Pracht
Hat wieder jungfräulich gemacht
Neues Leben wird kommen

Der Tod hat sein Werk vollbracht
Und den Tag lebendig geziert
In der Sonne vollkommenem Licht

Selbstgespräch

Gespräch mit dem Selbst
(Selbstgespräch)

es stürmt
die waage pendelt im lot
es wurde bereits alles gesagt
kein sturm trägt dich fort

der blick in den spiegel des lebens
zeigt deine tiefe gegenwart
im EINEN EWIG SEIENDEN
wir brauchen uns im spiegel

auch kein wort das anders wäre
kann dich je treffen
das ziel: des menschen good im sinn
wir brauchen uns: diesem god zu folgen.

Fassaden

Die Stadt, die so viele
Fassaden hat
So trügerisch war
das Leben
hat man sich
Ihr hingegeben

Von außen besehen
alles neu und schön
Fortschritt wurd‘ genannt
was dem Herzen unbekannt
Die Fassade war zu schön
Das Innerste musste gehen

Keiner hört mehr zu
Lebt Fassade im Nu
Diesem Gotte geweiht
Was das Innerste befreit
Fassaden klettern hoch hinaus
bringt der Freiheit den Garaus

Aber: Die Fassade ist schön!

Regengedicht

Trübe wie Traurigkeit
Regentropfen wie Tränen

Der Himmel reißt nicht auf
Kein Licht in weiter Sicht

Trauer schleicht sich in den Tag
Macht die Augen weinend

Das Heute scheint hoffnungslos
In den Regenwolken versunken

Die Einbahnstraße des Gemüts
Versunken in lichtlosen Tränen

Einem Zauber gleich, es wird Licht
Es bringt unbefangene Befreiung

Ein Licht der Ungezwungenheit
Gleich dem Atem des Lebens

Neu ist der Moment des Glücks
Immer wieder neu das Licht

Ist es doch mein Licht, das mich hält
Wie es mein Atem ist, der mich trägt

Wie jeder Regentropfen seine Bestimmung folgt
So auch der Licht-Atem eines jeden Lebewesens

Durch den Regen atmet mein Licht
Der Regen reinigt die Wege zu mir hin.

Mutter

Mutter,

Ich habe eine Freundin
Die erhält nur Ehren und Preise
Und ich
Lebe so bescheiden

Ich habe eine Freundin
Die hat sehr viel Geld
Lebt in einem tollen Haus in der Stadt
Und ich
Lebe in einem kleinen Haus auf dem Land

Ich habe eine Freundin
Die hat überall viel Macht
Und ich
Versuche mich stets in Demut

Ich habe eine Freundin
Die ist sehr ehrgeizig in ihrem gesetzten Willen
Und ich
Versuche stets deinem Willen zu gehorchen

Ich habe eine Freundin
Die ist reich an Vorgaben und Vorsätzen
Und ich
Habe „NUR“ dich

Ich habe eine Freundin
Die folgt dem Winde der Zeit
Und ich
Folge DIR

Ich habe einen Freund
Der lebt für das Gerade und die Perfektion
Und ich
Bin schief und um Vollständigkeit bemüht

Ich habe einen Freund
Der weiß alles ganz genau
Und ich
Werde unwissender je mehr ich weiß

Ich habe einen Freund
Der glaubt die Welt zu regieren
Und ich
Werde gelenkt von etwas das noch nicht auf der Welt ist