Archiv der Kategorie: Aphorismen

Nächstenliebe als persönliches Ziel

Die anderen Menschen zu lieben ohne die eigenen negativen Gefühle auf sie zu projizieren sollte das Ziel des Menschen sein; denn diese reine Liebe – ohne das Negative (Verachtenswerte, Missfallende, dieses : „geht gar nicht“) im Anderen zu sehen – ist möglich und macht wahrhaft glücklich. Es wächst die Pflanze, dessen Saat man sät; Pflänzchen für Pflänzchen, nie die Masse. Liebe ist kein Massenphänomen (also kein Arenaspektakel) sondern betrifft jeden Einzelnen in seinem individuellen Verhältnis zum Anderen. Sie wächst wie eine zarte Pflanze – die Liebes-Arbeit an sich selbst.

An den Künstler oder Schaffenden

Die Kunst will Wandlung und verändern indem sie etwas bewirkt, diese Veränderung sollte beim Künstler selbst beginnen. Sie sollte sich nicht auf den Ausdruck seines Werkes, den er beim anderen hinterlässt, beschränken, sondern zunächst bei ihm selbst eine Wandlung bewirken. Im eigenen Spiegel hat die Kunst ihren Ursprung, in dessen Bild der Schaffende sich nicht wie Narziss verlieben sollte. Kreativität gründet ebenso wie Freiheit in der steten „Schwebe“.

Was bedeutet Individuation?

Individuation heißt: Jeder hat seinen eigenen Bauplan nach dem er leben muß und hat damit seine eigene Individualität in der er von den anderen unterschieden ist. Der Prozess der Individuation ist die stete Selbstwerdung dieser Individualität.Diese ist verbunden mit einer zunehmenden Erkenntnis des Anders-Seins vom anderen bei gleichzeitiger Akzeptanz des anderen.

Man wir sich seiner Einzigartigkeit immer bewusster, die sich immer mehr von der Masse unterscheidet. „Ich muss nicht mehr der sein, der ich sein sollte.“ Das ist es, was den Menschen in den Städten so überkommt, eine zunehmende Angleichung und damit Gleichmachung.