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Freie Künstlerin (Selbsterkenntnis in Wort und Schrift) Berufliche Ausbildung: Dipl. Verwaltungswirtin; Dipl. Betriebswirtin; Magister der Philosophie Psychotherapeutin (HPG) Vorwiegend ehrenamtlich als Psychotherapeutin tätig. Mein Hauptbeschäftigung liegt im Schreiben. Ich schreibe zur Selbsterkenntnis mit dem Ziel der Wandlung. Buchveröffentlichung: "Wasser wird Licht", Verlag tao.de 2014

Aphorismus 31

(Ergänzung zum Gedicht „Vom Tod“)

Wenn das Schöne an etwas gebunden ist, ist es nicht schön im eigentlichen Sinne, denn Schönheit befreit. Die gebundene Schönheit macht aber abhängig, deshalb ist sie ein bloßes an empfundenes Plagiat.
Bindung ist nur dann schön, wenn sie zur Schönheit und das heißt zur Freiheit führt. Diese Bindung wird aber oft als unangenehm empfunden, denn im Grunde sucht der Mensch seine gebundene Schönheit. Eine Schönheit an die er gebunden ist.

Vom Tod

Schnee fällt in dicken Flocken
Leben vor Kälte erstarrt
Kein Weg in Sicht

Den Tag tot geboren
Unberührte Schneeschicht
Keinerlei Spuren

Ruhe unter der Last
Nichts das sich regt
Leise rieselt der Schnee

Den Tod bedeckt
Unter weißer Pracht
Das Neue wird geboren

Der kalte Tod in seiner Pracht
Hat wieder jungfräulich gemacht
Neues Leben wird kommen

Der Tod hat sein Werk vollbracht
Und den Tag lebendig geziert
In der Sonne vollkommenem Licht

Selbstgespräch

Gespräch mit dem Selbst
(Selbstgespräch)

es stürmt
die waage pendelt im lot
es wurde bereits alles gesagt
kein sturm trägt dich fort

der blick in den spiegel des lebens
zeigt deine tiefe gegenwart
im EINEN EWIG SEIENDEN
wir brauchen uns im spiegel

auch kein wort das anders wäre
kann dich je treffen
das ziel: des menschen good im sinn
wir brauchen uns: diesem god zu folgen.

Fassaden

Die Stadt, die so viele
Fassaden hat
So trügerisch war
das Leben
hat man sich
Ihr hingegeben

Von außen besehen
alles neu und schön
Fortschritt wurd‘ genannt
was dem Herzen unbekannt
Die Fassade war zu schön
Das Innerste musste gehen

Keiner hört mehr zu
Lebt Fassade im Nu
Diesem Gotte geweiht
Was das Innerste befreit
Fassaden klettern hoch hinaus
bringt der Freiheit den Garaus

Aber: Die Fassade ist schön!

Regengedicht

Trübe wie Traurigkeit
Regentropfen wie Tränen

Der Himmel reißt nicht auf
Kein Licht in weiter Sicht

Trauer schleicht sich in den Tag
Macht die Augen weinend

Das Heute scheint hoffnungslos
In den Regenwolken versunken

Die Einbahnstraße des Gemüts
Versunken in lichtlosen Tränen

Einem Zauber gleich, es wird Licht
Es bringt unbefangene Befreiung

Ein Licht der Ungezwungenheit
Gleich dem Atem des Lebens

Neu ist der Moment des Glücks
Immer wieder neu das Licht

Ist es doch mein Licht, das mich hält
Wie es mein Atem ist, der mich trägt

Wie jeder Regentropfen seine Bestimmung folgt
So auch der Licht-Atem eines jeden Lebewesens

Durch den Regen atmet mein Licht
Der Regen reinigt die Wege zu mir hin.