Freiheit im November III. Stufe

Leben eine Gabe

Ein Geschenk: das Leben
Einsam aber aus universaler Liebe
Eine Liebe, die in den Vordergrund tritt

Von der Liebe zur Vollständigkeit geführt
Sich ihr ganz hingebend
Bereichert das einsame Leben

Menschen, Tiere, Pflanzen
Werden Teile des geschenkten Lebens
Der grenzenlosen Ausbeutung entwachsen:

Das ICH mit seiner Leidenschaft
Es tritt zurück für die erlösende Kraft
Die einen neuen Bewusstseinsraum schafft

Der Schöpfung Gestalt
Ist ein gewandelter Mensch
Der nicht nur sein kleines ICH kennt

Freiheit im November II

Die erlösende Gestalt

Befreiend und erlösend
aber nicht für immer frei
Ist der Gestaltung Sinn

Energetisches Treiben im Novembersturm
Lässt Trauer und Geister schweben
In der Trieben und Instinkten Kraft

Es trübet den Sinn
Was sich wandelt
Und kehrt gewandelt zurück

So treibt dahin im November
Zelebrierend und elizitierend
Der Neu-Gestaltung Freiheitssinn

Der GEIST des Augenblicks

Hic et nunc

jedes Blatt, jede Möhre,
jedes Haus, jede Stadt,
jeder Hund, jede Katze,
es ist der Geist des Augenblicks

der Körper, in dem ICH wohne
der Wunsch, den ICH ersehne
der Zerstörung, der ICH teilhabe
es ist der Geist des Augenblicks

jegliches Sein außer mir
alles Sein in mir
alle Materie auch der Stein
es ist der Geist des Augenblicks

jede Fahrt in die materielle Hölle
jeder Aufstieg zu geistigen Höhen
lässt ALLE Trennung eins sein
im Geist des Augenblicks

im hic et nunc
ist aller GEIST schon da
nichts, das gestern war
nichts, das morgen kommt

Sophias Sohn

Sophias Sohn

Wahrheit ist es, die den Menschen zu den Göttern führt
Sie fordert größte Mühen und gefährlichen Anstrengungen
Aus den Tiefen in die erlösende Weite

Keiner kann sie für den Anderen finden
Keiner kann sie dem Anderen übergeben
Sie ist das je eigene Werk zu des Schöpfers Sinn

Sie ist quadratisch, sie ist digital und linear
Sie ist in des Lebens Schoß offenbar
Sie zeigt sich in der tiefen Liebe zur „Sophia“

In der Liebeshoch-Zeit gezeugt
Unter Qualen entbunden
Ward der Sohn geboren

„Weisheit“ wurde er genannt
Der aus der Leibes Mitte entstand
Sich dem Irdischen entwand

Ein Hoch dem inneren Paare
Das Weisheit hegte
Und so der Götter Liebe fand

Zurück zum Augenblick

Zurück zum Augenblick

Nicht gestern und nicht morgen
Jetzt ist der Lebensblick

Dieser Blick kommt nicht zurück
Jetzt wird ein Traum wahr

Ein Traum der gestern noch
Die fernste Zukunft war

Jetzt aus der Tiefe erleben
Was noch nie gewesen

Jetzt stellt sich die Heiterkeit ein
Dieser Augenblick lässt sie wahr sein

Jetzt ist Liebe zum Leben
Jetzt ist die Fahrt in den Tod

Jetzt kann sterben
Was im Augenblick lebt

Nichts, das dem Augenblick die Zeit gibt
Nichts, dass ihm die Zeit nimmt

Stets Augenblick für Augenblick
Ins zeitlose vom „Selbst“-bestimmte Leben

Ein Gespräch zwischen Ich und Selbst

Ein Gespräch zwischen Ich und Selbst über den Erfolg

Hast du Erfolg gesehen?
Ja, er kam zu spät. Der Abhängige ist tot.
Starb er in Qualen und sich grämend?
Ja, er hat sehr gelitten vor seinem Tod.

Dann hätte Erfolg ihn retten können!
Ja, aber nur für einen Augenblick.
Ist Erfolg eine Droge die süchtig macht?
Ja, sie kann dein Leben bestimmen.

Aber doch nur wenn er kollektiv wird?
Ja, nur als Massenphänomen.
Der Erfolg eines Einzelnen ist in dem Sinne kein Erfolg oder?
Nein, der Erfolg des Einzelnen ist das was man Bestimmung nennt.

Wann lebt man seine Bestimmung?
Eigentlich schon von Geburt an.
Wann wird sie zum bewussten Leben?
Wenn man von Erfolgen unabhängiger wird.

Aber der Erfolg als Massenphänomen ist doch auch das Leben.
Ja, er ist das Leben der Masse und nicht das vom Ich zum Selbst.
Wie erkenne ich denn das Ich zum Selbst?
Es sind immer die zwei Stimmen in dir.

Dann ist das Eine ebenso wie das Andere?
Ja, so ist das Verhältnis vom Ich zum Selbst.
Und was bringt mir das, wenn doch ALLES ist?
Individuelle Freiheit im Gegensatz zur Abhängigkeit von der Masse.

Und wie erkenne ich solche Menschen?
Es sind die nackten Menschen.
Was ist denn dann ein Egoist?
Das ist jemand der voll die Masse ausschöpft in der er lebt.

Der Egoist ist also nie nackt?
Nein, es ist stets voll behängt mit unnötigen Sachen.
Woran erkennt man ihn noch?
Das Streben nach Erfolg klebt wie Pech an ihm.