vom licht im dunkeln

vom licht im dunkeln

schau, das leben
es ist da
auch ohne geld

schau die sonne
sie scheint auf dich
auch ohne erfolg

schau die schönheit
in dem was du hast
auch ohne die gier

schau das tiefe sein
wie es dich liebt
auch ohne hass

und wenn dich
alles doch erfasst
trage die last

und warte auf den
augenblick wenn das
schöne kommt zurück

es ist nur leicht verrückt
im schatten der sonne
hebt es das glück

verliere nie dein licht
ist es auch noch so klein
es wird dein ewiges Feuer sein

hops

Alle Religionen über-dacht
Da hat es hops gemacht

Keine Wahrheiten mehr besungen
Da kam Bewegung in die Lungen

Selber Schaffen ist der Menschen Kraft
Schaffen was den Menschen macht

Schau unterm Kleid die Fruchtbarkeit
auf dem goldenen Tablett der ‚Wirklichkeit‘

Was die Vollendung der Vernunft gebiert
Ist des Kobold’s Wissen das sie ziert

Die Geburt von Tod und Bösem ist die Sünde
Wohlan, wer nicht mehr sünden kann

Ist doch in die Abgründe der Seele gesprungen
Wer einst um sein ‚wahres‘ Leben gerungen

hops hat es gemacht
Und der freie Vogel hat sein Geschäft vollbracht.

Aphorismus 31

(Ergänzung zum Gedicht „Vom Tod“)

Wenn das Schöne an etwas gebunden ist, ist es nicht schön im eigentlichen Sinne, denn Schönheit befreit. Die gebundene Schönheit macht aber abhängig, deshalb ist sie ein bloßes an empfundenes Plagiat.
Bindung ist nur dann schön, wenn sie zur Schönheit und das heißt zur Freiheit führt. Diese Bindung wird aber oft als unangenehm empfunden, denn im Grunde sucht der Mensch seine gebundene Schönheit. Eine Schönheit an die er gebunden ist.

Vom Tod

Schnee fällt in dicken Flocken
Leben vor Kälte erstarrt
Kein Weg in Sicht

Den Tag tot geboren
Unberührte Schneeschicht
Keinerlei Spuren

Ruhe unter der Last
Nichts das sich regt
Leise rieselt der Schnee

Den Tod bedeckt
Unter weißer Pracht
Das Neue wird geboren

Der kalte Tod in seiner Pracht
Hat wieder jungfräulich gemacht
Neues Leben wird kommen

Der Tod hat sein Werk vollbracht
Und den Tag lebendig geziert
In der Sonne vollkommenem Licht