Wohin der Weg

Wohin der weg

Graue arme greifen mich
Feuchte beine ziehen mich

Wohin der weg

Der kopf stößt wolken an
Schmutzige füße ach so lahm

Wohin der weg

Erfahrungen geschliffen wie diamanten
Tod um tod schmerzvoll überlebt

Wohin der weg

Nie geboren
Nie gestorben

Des weges zielloses

ENDE




Aus dem Tod geboren

Aus dem tod geboren

Bunter schöpferreigen
Unter totem lebensdrang

Todesangst begraben
Hat Seelengeist befreit

Herrlicher todesfluggesang
Schafft neuen lebensklang

Tote liebeslieder
Erwecken musenflügel

Leben schöpferisches leben
Hat der tod gegeben

Befreiung von dem todessog
Die schöpferkraft belobt

Gestorben im alten sein
Schafft neuen lichterschein

Im tod neue liebeslieder entstehen
Und die alten untergehen

Innerliches Sterben

Innerliches STERBEN 
(Für Fort-Geschrittene)

Den wogen des lebens entrissen
Ach so tot
Nichts mehr das hält
Leer die welt

Der körper wird geist
Verhüllter gesang
Altes leben schwindet
Totenklang

Nichts das lügt und trügt
Gestorbener mann
Nichts, das herzlos in der erde wühlt
Tote frau

Hinweg der totenklage leid
Zum sterben bereit
Allem leben vergeben
Im sterben leer

Friede, o weises herz
Still der schmerz
Das sein vollkommen
Leid zerronnen

Erwacht im SELBST
Hand auf‘s Herz
Das Licht der Welt erblickt
In LIEBE zur Selbsterkenntnis
die ruhe und das boot

wie auf einem boot treibt man im meer durchs leben;

wird stets vom wasser getragen, dem geist allen seins;

ohne unterzugehen trägt uns das boot in den hafen des todes;

zurück zu dem, was man vor der geburt war;

ein ende, das nie vergeht, getragen in der einheit von tod und leben;

sein und doch nichts sein, ist des menschen geistes los, bis er ganz im geist erblüht;

der ewigen stätte seiner beschaulichen ruhe;

gut und böse als produkte des menschlichen geistes finden die gelassenheit;

leben und tod die nie vergehen treiben getrost im wütenden meer.

Bewusst – Sein


Bewusst - Sein

Im Zwischen fühle ich mich wohl in dir.
Im Zwischen wo alles und nichts ist, ist meine Wohnstätte.
Im Zwischen sind der Räume viele, Räume des Schutzes.
Im Zwischen ist meine neue Heimat.
Im Zwischen habe ich allen Hass verloren.
Im Zwischen ist alles Gelernte hinfällig.
Im Zwischen sind alle negativen Gefühle ausgelöscht.
Im Zwischen habe ich kein Ego, dass mich führen will.
Im Zwischen ist die Liebe.
Im Zwischen bin ich du.
Im Zwischen sind wir eins.
Im Zwischen muss ich nichts tun.
Im Zwischen kann ich alles lassen.
Im Zwischen bin ich eins mit dem (Bewusst -) Sein.

Von der Seele

Von der Seele

Feucht im Schatten
Das traurige Gemüt
Die rote Bank
Ein Farbklecks
Fürs durstende Auge
Die Seele darbt

Dunkelheit macht
Tiefes Leiden
Der Wunden
Kummerschmerz
Eingegraben im
Grauen Beton

Aus gleicher Mitte
Scheint das Licht
Der Seelen Antrieb
Verkümmert nicht
Immer da, wo einst
schon Licht war

Hell und dunkel
Muss sie sein
Sich auf und
Ab bewegend
Ruht sie doch sanft
In ihrem Pol

Kampftag gegen den Hochmut

Kampftag gegen den Hochmut

Wenn ich klein bin
Wenn ich demütig bin
Liebe ich auch den Schmutz
Bin ehrwürdig glücklich in allem

Dieser falsche Stolz
Der Hochmut der Eitelkeit
Vergiftet die Seele
Verstümmelt den Leib

Sich selbst erkennen
Lässt dem Leben freien Lauf
Welch wunderbare Wesen überall
Kein Fehl, das sie erniedrigt

Giftige Schlangen, gefrässige Krokodile
Gute Menschen, böse Menschen
Ich richte nicht über sie
Ich lasse dem Leben seinen Lauf

Im Inneren ist mein Zuhause
Dort frisst mich nichts
Dort entehre ich nichts
Durch demütige Schau nach innen

Nicht wissend was Morgen ist
Ist dieser Augenblick mein Glück
Hineingeschaut ins tiefe Land
Der undurchdringlichen Ereignisse

Geborgen im ewigen Sein
Der vollkommenen Schöpfung
Hingegebenen des Hochmuts Zorn
In der demütigen Schau nach innen:

Der Seele ewiges Licht
In großer Dankbarkeit empfangen
Schafft beseelte Wesen
Ohne selbst ein Wesen zu sein.


Ich Blob

Ich Blob

Erst verließ ich das Denken der Stadt
Mit ihm das herrschende Wissen

Dann verließ ich das Denken des Landes
Mit ihm das eingrenzende Wissen

Dann verließ ich das Denken
Mit ihm den Anspruch auf Wissen

Ich begab mich in die Unendlichkeit des Universums
Von nun an ist gut, was geschieht

Nicht, was mein kleinliches Ich für gut hält
Alles passiert so wie es ist

Ich Blob, das Licht der Welt
In der unendlichen Weite des Geistes

Hier werden ebensoviele Blobs geboren
und keiner wird je untergehen



(Auszug aus „Blob“ Die Geschichte einer etwas anderen Art)