Das Leben jenseits der Worte

Das gelebte Leben
Voller Schrecken und Leiden
Der Worte entrissen

Gelebt will es sein
Was Worte nicht sagen
Nur schweigend das Sein

Tief im Innersten
Kein Wort kein Licht
So mancher fürchtet sich

Es kann nichts sagen
Es spricht nicht
Und ist doch die Fülle allen Seins

Das Leben gegeben
Das Leben genommen
Ach du wortloses Da-Sein

So manches Wort zu viel
Bricht schnell die Harmonie
Des Menschen Überheblichkeit

Die Überschätzung des Wortes
Hat mehr zerstörende Kraft
Als das Licht der Sonne auf Erden

Harmonisierend müssen Worte sein
Nur der Liebe nicht entrissen
Bringen sie Glück und Segen

Zu oft setzt der Mensch
D a s Wort als Waffe ein
Es bricht ihm sein eigenes Herz

Wortlos denken
Jenseits der Worte leben
Kann manchmal mehr Frieden geben

Wenn das Ich schläft….

Wenn das Ich schläft bin ich ganz nah bei dir.

Wenn das Ich schläft ist tiefe Ruhe.

Wenn das Ich schläft ist die Liebe am stärksten.

Wenn das Ich schläft bestehen keine Unterschiede.

Wenn das Ich schläft existiert kein Hass.

Wenn das Ich schläft bin ich frei vom Leiden.

Wenn das Ich schläft sind wir alle Eins.

Wenn das Ich schläft bin ich du.

Wenn das Ich schläft will es nichts haben.

Wenn das Ich schläft ist Nichts.

Wenn das Ich schläft ist die Leere.

Das Nichts und die Leere die doch alles schuf.

…..nicht mit und nicht ohne Ich.

copyright Liesel Solscheid

Ist es wahr?

„Ist es wahr; Was ich schrieb?“
Heute gewonnen; morgen zerronnen

Verworfen und neu geschaffen
Heute wird nicht morgen sein

Alles Begehren ist im Fluss
Dem Strom der Nichtigkeit

Niemand kann mir folgen
Es wird sein und auch nicht

Jeder mag in seine Hütte gehen
Dort seinen Raum umschreiten

Was er dort nicht sah
Wird nicht wahr

Vom Opfern

Sich dem Einen Willen beugen
Des Lebens Wahrheitskunst

Leben formen und verwerfen
Dem Leben geben und nehmen

So wie es der Eine Wille war
Hält Leben im Gleichgewicht

Im Opfer liegt der Takt
Für die Melodie des Kosmos

Der eigenen Sünde folgen
Formt Klagelaut und Mensch

Sich hingeben dem höheren Selbst
Macht jeden Menschen einzig

Nicht folgen dem gemeinen Sinn
Sondern sich opfern zum eigenen hin

Geopfert für den Einen Willen
In den Pfad der eigenen Tugend